Tagung

Die Tagung „Rechtsstaat und Demokratie unter Druck – Perspektiven in der sozialen und ökologischen Krise“ findet von 11. bis 13. März 2021 an der rechtwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien statt. Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel die gegenwärtigen Tendenzen zu autoritären Handlungsmustern im Kontext von sozialen und ökonomischen Verhältnissen zu analysieren.

Gegenwärtig erleben wir eine globale autoritäre Wende, in der demokratische Formen und der Rechtsstaat zwar nicht notwendigerweise aufgehoben werden, aber stark unter Druck geraten bzw. eingeschränkt werden. Die vielfältigen und grenzüberschreitenden Ausprägungen dieser Wende weisen darauf hin, dass ihr gesellschaftlicher Hintergrund durch raumdurchgreifende Krisenprozesse bestimmt wird, die sich im Anschluss an die Finanzkrise 2008 verstärkt zu entfalten begonnen haben. (Nähere Informationen dazu lassen sich dem Call der Tagung entnehmen).

Die drei Kooperationspartner, die diese Tagung gemeinsam entwerfen und umsetzen, die Arbeiterkammer Wien, das Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien und das juridikum – zeitschrift für kritik | recht | gesellschaft, wollen die gegenwärtige Lage von Demokratie und Rechtsstaat vermessen und Handlungsstrategien entwickeln.

Alleinstellungsmerkmal der Tagung ist es, eine rechtwissenschaftliche Schwerpunktsetzung mit interdisziplinären Zugängen zu verbinden, um inhaltliche Engführungen zu vermeiden. Die Tagung hat den Anspruch, über gängige Diskussionen zu „Rechtspopulismus“, „illiberale Demokratie“ und „Rechtsstaat“ hinauszugehen, indem sie die Frage nach einer autoritären Wende weiter und grundsätzlicher fasst. Dies soll sich an der Themenvielfalt der Tagung und an deren Einbettung in gesellschaftliche Hintergründe zeigen.

Die aufgeworfenen Fragen sollen durch Vorträge, Workshops und Foren verhandelt werden – auf innovative Formate, die Raum für Diskussion und Vernetzung bieten, legen wir Wert.